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07.05.12   Wer die Wahl hat, hat die Qual!
„Wer die Wahl hat, hat die Qual!“ Wissen Sie schon, wen Sie in 2013 wählen? Die Wahlen in Athen und in Frankreich wurden schon als Schicksalswahlen für den Euro bezeichnet. Der Euro ist eine politische Kunstwährung. Sie muss nicht so bleiben. Es wird sich bis 2013 noch viel verändern, einiges sogar radikal.

Europa könnte sich durch neue Politiker in Führungspositionen ändern und möglicherweise spalten. Wir haben jetzt auch wieder von der Politik bestimmte Kurse. Der DAX brach am Freitag um fast 2% auf 6561 Indexpunkte ein, weil es zu einem schlechte Konjunkturdaten in den USA gab – in den USA wurden im April mit 115.000 weit weniger Stellen geschaffen als erwartet, zum anderen weil die Anleger aber auch Angst vor einem Wahlsieg von Hollande und einem ungünstigen Wahlausgang in Griechenland Aktien vorsichtshalber verkauft haben. Wen es nach Hollande ginge hätten wir ein neues Europa der Eurobonds und der noch größeren Verschuldung oder der Spaltung. Wo soll das aber enden?

Hinz...      vollständigen Beitrag lesen 
29.04.12   Wie lange hält das System noch oder wann kommt endlich die eierlegende Milchkuhsau?
Die spanischen Anleihen wurden von der Rating-Agentur S&P um zwei Stufen herabgestuft. Der Ausblick der Anleihen ist jetzt negativ, was die Renditen ansteigen lässt. Spanien befindet sich in einer hausgemachten Rezession. Die Immobilienpreise sinken weiter. Die Arbeitslosenquote erreichte mit 24,4% ein neues Rekordhoch. Jeder Vierte der werktätigen Bevölkerung hat keine Aussicht auf einen Arbeitsplatz. Die Frage ist, wie lange ein demokratisches Land eine so hohe Arbeitslosigkeit aushält. Der König geht lieber auf Elefantenjagd als neue Denkansätze in der Gesellschaft zu vermitteln.

Auch die Demokratie ist in Spanien Gefahr und nicht nur dort. Die zu hohe Arbeitslosigkeit ist ein soziales Pulverfass beim anstehenden Verteilungskampf, den es unweigerlich geben wird. Die andauernden Streikwellen legen die Wirtschaft schon jetzt lahm. Es gibt keine Wachstumsimpulse. Das Haushaltsbilanzdefizit wird trotz Sparkurs höher ausfallen als angenommen, da die Steuereinnahmen wegbrechen. Viel...      vollständigen Beitrag lesen 
22.04.12   Die Aktienkurse werden wieder „politischer“ - und damit unberechenbarer!
Während bis Ende März noch die überwiegend positiven wirtschaftlichen Daten von Unternehmen im Vordergrund standen, kommen nun wieder mehr politische Ereignisse als dominierende Faktoren, die die Kurse beeinflussen, in Betracht. Am 6. Mai wird sich in einer Stichwahl entscheiden, wer der neue Präsident in Frankreich sein wird. Nach den Umfragen führt der Gegenkandidat Francois Hollande vor Nicloas Sarkozy, trotz der Wahlhilfe von Angela Merkel.

Am 22. April stellten sich 10 Kandidaten zur Wahl, von den nun nur noch Sarkozy und Hollande bei einer relativ hohen Wahlbeteiligung übrig bleiben. Entscheidend wird es wohl werden, wer die Wähler von der nationalistischen Le Pen am 6. Mai für sich gewinnen kann. Die Wahl am 6. Mia wird zur Richtungswahl – auch an den Börsen: Im Falle eines Wahlsieges von Hollande werden die Börsen wohl negativ reagieren.

Wenn Hollande vor Sarkozy die Wahl am 6. Mai bei der Stichwahl gewinnen sollte, dürfte sich einiges in Europa und auch in den deutsch-...      vollständigen Beitrag lesen 
16.04.12   Tue nie alle Eier in einen Korb!
Letzte Woche wurde das Osterfest bei Christen gefeiert, wobei die orthodoxen Christen das Osterfest noch vor sich haben. Vielleicht haben auch Ihre Kinder oder Enkelkinder bei Ihnen voller Freude fleißig Ostereier in einem großen Korb gesammelt, der dann schnell an seine Leistungsgrenze kam. In der modernen Portfolio-Theorie gilt der Grundsatz: „Tue nie alle in einen Korb!“ Gemeint ist dabei, dass Sie die Risiken streuen sollten. Wenn ein Korb den Belastungen nicht standhält, haben Sie immer noch einen anderen Korb, wo die Eier heil geblieben sind.

Für Aktienanleger bedeutet dies einerseits, dass Sie bei Aktieninvestments nicht nur 1 oder zwei Aktien auswählen und damit alles auf eine Karte setzen sollten, sondern auch hier streuen müssen. Sie sollten dabei auch nicht nur auf deutsche Aktien setzen, sondern auch international streuen. Dabei sollten Sie auch die Emerging Markets, also die aufstrebenden Schwellenländer und hier wiederum auch Osteuropa in Ihre Überlegungen einbeziehen...      vollständigen Beitrag lesen 
02.04.12   Darf es noch ein wenig mehr sein?
Die europäischen Finanzminister einigten sich am Freitag in Kopenhagen auf eine Erhöhung des europäischen Rettungsschirms auf 800 Mrd. €. Dabei werden die bisher gezahlten Gelder an Griechenland, Portugal und Irland nicht abgezogen, sondern der ESM startet dann mit vollen 500 Mrd € im Sommer. Sarkozy stimmte sogar dem Vorschlag der OECD zu, den Rettungsschirm auf 1 Billion € zu erweitern, wogegen Schäuble aber intervenierte. Heraus kam nun der Kompromiss von 800 Mrd €, wobei noch unklar ist, wie sich die reale Haftung verteilt. In Brüssel bzw. wie jetzt in Kopenhagen wird dabei um Mrd. geschachert wie auf einem Basar. Dabei geht es im „worst case“ auch um die deutschen Steuerzahler, die die Hauptlast tragen würden, falls die Kredite, die man südeuropäischen Ländern gewährt, nicht mehr zurückzahlen kann. Im Grundsatz ist dies wieder auch eine präventive Bankenrettung.

Deutsche Politiker geraten immer mehr unter Zugzwang und ändern fast jeden Monat ihre Meinung nach dem Motto: „Was ...      vollständigen Beitrag lesen 
26.03.12   Gauck mit vielen wertvollen Gedanken - auch für die Börsenteilnehmer!
Die Antrittsrede vom neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck fand bei allen Parteien gleich welcher Couleur großen Zuspruch und auch große Zustimmung – auch bei mir: “Mut, Zuversicht, Selbstverantwortung, Selbstbewusstsein und soziale Gerechtigkeit“ sind genau das, was wir sowohl in der Politik als auch an der Wirtschaft jetzt brauchen. Wir brauchen das aber auch an den Weltbörsen und auch bei den Anlegern als neue Wertgrundsätze.

Auch bei meinen Investment-Seminaren – das nächste findet wieder am 22. Mai 2012 in Frankfurt/M statt – forder ich die Seminarteilnehmer zu mehr „Zuversicht, Mut, Selbstverantwortung, Selbstbewusstsein und auch zur sozialen Gerechtigkeit“ auf, was eine neue Ethik-Diskussion erfordert. Anleger vertrauen ihr Geld of nur einem oder mehreren Gurus, Börsenbriefen/Börsenzeitschriften oder Vermögensverwaltungen an. Damit schieben sie die Verantwortung ab. Mit den jeweiligen Unternehmen in Portfolio setzen sie sich kaum auseinander, Hauptsache der Kurs steigt. Da...      vollständigen Beitrag lesen 
19.03.12   Es wird alles gut – wirklich?
Der S&P-Index erreichte letzte Woche mit über 1400 eine wichtige Marke, denn dies bedeutete ein neues 4-Jahres-Hoch, was den Aufwärtstrend seit Anfang 2009 bestätigte. Dabei ist der amerikanische Aktienmarkt mit einem Plus von 12% seit Jahresbeginn noch einer der relativen Underperformer der Weltbörsen. Wesentlich besser schnitten in diesem Jahr der Nikkei-Index mit +19%, der DAX mit +21% oder gar die Moskauer Börse mit +25% ab.

Alle Weltbösen werden aber durch die Signale der Wall Street beflügelt oder bestraft. Daher schaut die ganze Welt immer wieder auf die neuen Konjunkturdaten aus den USA, die zuletzt Anlass zu Optimismus gaben. Der Immobilienmarkt und der Arbeitsmarkt scheinen sich in den USA allmählich zu entspannen, zumindest gibt es jetzt fast jeden Monat etwas bessere Daten. Dies ist auch wichtig für Obama, der gerade damit im Sommer bei seinem Präsidentschaftswahlkampf punkten will.

Ein Problem bleibt die übermäßige Verschuldung sowohl im privaten Sektor als auch auf ...      vollständigen Beitrag lesen 
05.03.12   Der Zar ist zurück – und nun?
Am 4. März 2012 wurde Putin wie nicht anders zu erwarten war mit großer Mehrheit von 64% der Stimmen zum Präsidenten (wieder) gewählt. Sogar in der „Protest-Hochburg“ Moskau stimmten – angeblich – 60% für ihn. Dennoch wird er am Montag mit einer Gross-Demonstration Wahl recht unfreundlich begrüßt werden. Ob es zu Wahlmanipulationen kam, ist bisher schwer beweisbar. Wenn es aber solche beweise geben sollte, werden die Proteste noch schärfer ausfallen. Bisher waren die Demonstrationen gegen ihn im Vorfeld der Wahlen relativ friedlich verlaufen; warten wir ab, ob es so bleibt.

Die von ihm selbst initiierte politische „Rochade“ Putin/Medwedew kam beim Volk jedenfalls nicht gut an. Die Kapitalflucht betrug im letzten Jahr auch wegen dem „System Putin“ über 80 Mrd USD. Seit dem Bekanntwerden von Wahlfälschungen bei der Dumawahl etablierte sich vor allem in den Großstädten Moskau und St. Petersburg in der Mittelschicht und bei Studenten sowie im Internet mit dem Blogger Nawalny an der ...      vollständigen Beitrag lesen 
26.02.12   Ölpreis explodiert wegen Kriegsgefahr in Iran
Wird es in diesem (Früh)Jahr einen Iran-Krieg geben und welche Auswirkungen wird dies auf die Weltbörsen haben? Schreiben Sie mir Ihre Meinung dazu! Während die Weltbörsen mit erstaunlicher Unbekümmertheit und Nonchalance die Gefahr eines Iran-Krieges verdrängen bzw. ignorieren, stieg der Ölpreis insbesondere in der letzten Woche stark an auf ein neues Jahres-Hoch (Brentöl auf 125,50, WTI-Öl auf 109,71 USD/Barrel), was ein erstes Warnsignal ist. Die Situation im Iran und damit zusammenhängend auch in Syrien bleibt unübersichtlich, komplex und wenig kalkulierbar, auch für die Anleger.

Klar ist nur eins: kommt es zu einem Iran-Krieg, würde der Ölpreis weiter explodieren und dies könnte der Weltwirtschaft einen schweren Dämpfer zufügen. Da die Refinanzierung von Anleihen auch von den Wachstumserwartungen abhängen, könnte ein Iran-Krieg auch für das fragile weltweite Finanzsystem – wieder einmal - zur Unzeit kommen. Solange dies aber nicht in dem Bewusstsein der Anleger ist, können d...      vollständigen Beitrag lesen 
20.02.12   Glaubwürdigkeit, Redlichkeit und Aufrichtigkeit als nachhaltige Werte – gibt es das a...
(Ex-) Bundespräsident Christian Wulf warf am Freitag nach nur fast 600 Tagen Amtszeit das Handtuch, weil gegen ihn von der Staatsanwaltschaft Hannover ein Ermittlungsverfahren wegen Vorteilsgewährung und Vorteilsinanspruchnahme eingeleitet und der Antrag auf Aufhebung der Immunität beim Bundestag eingereicht wurde, was ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist. Das war zu viel für Wulf und das Fass an leichtfertigen Verhaltensweisen während seiner Amtszeit als Ministerpräsident war wohl auch übergelaufen.

Für die Medien war Wulf ein gefundenes Fressen. Auch wenn die „Berichterstattung“ zuweilen penetrant übertrieben wurde, dürfen wir uns doch freuen, dass es den Medien gelingt, einiges aufzudecken, was in anderen Ländern unmöglich wäre. Die freie Presse bleibt ein wichtiges Regulativ in der Demokratie. Dies wäre in Italien oder in Russland wohl nicht möglich gewesen. Insofern ist es auch ein Sieg der Demokratie, auch wenn weiterhin die Unschuld...      vollständigen Beitrag lesen 
 Alle Kolumnen spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider. FTOR übernimmt für dessen Richtigkeit  keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
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